Das Unentbehrlichste

Ludwig Bechstein, deutscher Schriftsteller, Bibliothekar, Archivar und Apotheker

Vor Zeiten hat einmal ein König gelebt, der hatte drei gute und schöne Töchter, die er sehr liebte und von denen er auch herzlich wiedergeliebt wurde. Prinzen hatte er nicht, aber es war in seinem Reichen herkömmlich, dass die Thronfolge auch auf Frauen und Töchter überging.

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Der fliegende Koffer

H. C. Andersen, dänischer Dichter und Schriftsteller

Es war einmal ein Kaufmann, der so reich war, dass er die ganze Straße und fast noch ein Seitengäßchen dazu mit lauter harten Talern pflastern konnte. Allein das tat er nicht; er wusste sein Geld anders zu verwerten.

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Der Schweinehirt

H. C. Andersen, dänischer Dichter und Schriftsteller

Es war einmal ein Prinz, der nur ein ganz kleines Königreich besaß, aber es war noch immer groß genug, um darauf zu heiraten; und heiraten wollte er. Es war freilich etwas keck von ihm, dass er es wagte, zu des Kaisers Tochter zu sagen: »Willst du mich haben?«

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Die drei Hunde

Ludwig Bechstein, deutscher Schriftsteller, Bibliothekar, Archivar und Apotheker

Ein Schäfer hinterließ seinen beiden Kindern, einem Sohn und einer Tochter, nichts als drei Schafe und ein Häuschen, und sprach auf seinem Totenbett: „Teilt euch geschwisterlich darein, dass nicht Hader und Zank zwischen euch entstehe.“

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Die weiße Schlange

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Es ist nun schon lange her, da lebte ein König, dessen Weisheit im ganzen Lande berühmt war. Nichts blieb ihm unbekannt, und es war, als ob ihm Nachricht von den verborgensten Dingen durch die Luft zugetragen würde.

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