Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Willkommen zur Halloween-Märchen-Sonderfolge

Das „Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“ steht in der Märchensammlung. Es „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm. Ursprünglich hieß das Märchen „Gut Kegel- und Kartenspiel“. Auch Ludwig Bechstein setzte sich 1853 mit dem Märchen unter dem Titel Das Gruseln auseinander. Hier hört unser Held auf den Namen Hänschen.

Wichtige Figuren im Märchen

  • Vater unseres Helden
  • älterer Bruder
  • Held
  • Prinzessin
  • König

Worum geht es im „Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“?

Es waren einmal ein Vater, der hatte zwei Söhne. Der eine war klug und gescheit und der andere, der Jüngere, war aber dumm, konnte nichts begreifen und lernen, zu nichts zu gebrauchen. Wenn etwas erledigt werden muss, dann übernimmt dies der ältere Sohn. Nur wenn der Vater ihn bittet, noch spät oder nachts etwas zu holen und der Weg geht dabei über den Kirchhof oder einen schaurigen Ort, so lehnte er ab und sagt: »Ach nein, Vater, ich gehe nicht dahin, es gruselt mir!« 

Der zweite Sohn verstand das Verhalten nicht so recht, auch er möchte sich gern einmal gruseln, doch es klappt einfach nicht. Gruseln muss wohl eine Tugend sein, die man erlernen kann und das will der junge Mann gern tun. Für seinen Vater hat er nur Flausen im Kopf und daher spricht der Vater mit dem Küster und gibt seinen Sohn in dessen Obhut. Der Küster möchte den Sohn das Fürchten lehren und versucht ihn mit Hilfe einer List zu erschrecken. Dies geht gewaltig schief und der Sohn wird des Hauses verwiesen. Mit fünfzig Talern in der Tasche zieht er los in die Welt, um das Fürchten zu lernen.

»Wenn mir’s nur gruselte! Wenn mir’s nur gruselte!«

Auf seiner Reise begegnet er einem Mann, dem er die fünfzig Taler verspricht, wenn er ihm das Fürchten beibringt. Der Mann lässt den Jungen unter einem Galgenbaum rasten und die Nacht verbringen. Für jeden anderen wäre diese Nacht gruselig, für unseren Helden ist es das nicht.
Am nächsten Tag trennen sich die beiden Wege und der Junge trifft auf einen Kaufmann. Dieser bringt ihn in ein Wirtshaus. Der Wirt erzählt von einem verschwunschenen Schloss, in den man drei Nächte ausharren muss. Und derjenige, der das erfüllt, erhält vom König die Tochter und darf die Schätze im Schloss behalten.

Viele haben das vor unserem Helden schon versucht. Ob er es schafft und welche gruseligen Abenteuer er erlebt, erfährst Du in der neuen Halloween Podcast Folge. Viel Spaß beim Gruseln!

Hast Du einen Wunsch oder möchtest mir etwas Spannendes erzählen? Dann schreibe mir doch eine E-Mail an anne(@)gutenachtsonnenschein.de.

Schlaf schön und träum was Schönes.

Deine Anne

PS: Du bist noch auf der Suche nach Deinem Lieblingsmärchen im Fernsehen und hättest gern eine Übersicht der Sendetermine? Dann findest Du hier eine Aufstellung der nächsten Märchen im TV.