Die Stopfnadel

Hans Christian Andersen, dänischer Dichter und Schriftsteller

Es war einmal eine Stopfnadel, die sich so fein dünkte, dass sie sich einbildete, eine Nähnadel zu sein.
„Seht nur darauf, dass ihr mich haltet!“, sagte die Stopfnadel zu den Fingern, die sie hervornahmen.

Die wilden Schwäne

Hans Christian Andersen, dänischer Dichter und Schriftsteller

Weit, weit von hier – da, wohin im Herbste die Schwalben fliegen – wohnte einmal ein König, der hatte elf Söhne und eine Tochter, namens Elisa. Die elf Brüder, die jungen Prinzen, gingen mit dem Ordensstern auf der Brust und dem Säbel an der Seite in die Schule;

Der Schneemann

Hans Christian Andersen, dänischer Dichter und Schriftsteller

„Eine so wunderbare Kälte ist es, dass mir der ganze Körper knackt!“, sagte der Schneemann. „Der Wind kann einem wirklich Leben ein beißen. Und wie die Glühende dort glotzt!“ Er meinte die Sonne, die gerade im Untergehen begriffen war.

Die Sparbüchse

Hans Christian Andersen, dänischer Dichter und Schriftsteller

Die ganze Kinderstube war voll Spielzeug. Ganz oben auf dem Schranke stand die Sparbüchse. Die war von Ton und hatte die Gestalt eines Schweins. Auf dem Rücken hatte das Schwein einen Spalt, der mit einem Messer noch vergrößert war, damit auch Silbertaler hineingingen.

Der fliegende Koffer

Hans Christian Andersen, dänischer Dichter und Schriftsteller

Es war einmal ein Kaufmann, der so reich war, dass er die ganze Straße und fast noch ein Seitengäßchen dazu mit lauter harten Talern pflastern konnte. Allein das tat er nicht; er wusste sein Geld anders zu verwerten.