Das Märchen – Die Rosenkönigin

Ludwig Bechstein, deutscher Schriftsteller, Bibliothekar, Archivar und Apotheker

Es war einmal ein König, der lebte sehr glücklich mit seiner schönen, tugendsamen Gemahlin; ein einziges Söhnlein war ihnen vom Himmel geschenkt, und dieses war die Lust der Eltern.

Die versteckte Königstochter

Josef Haltrich, österreichisch-ungarischer Lehrer, Pfarrer und sächsischer Volkskundler

Es war einmal ein junger Kaufmannssohn, den schickte sein Vater, weil er zum Geschäft nichts taugte und den ganzen Tag immer nur geigen wollte, fort. Als der Junge wegzog, sah er auf der Gasse einen Knaben, der mit zwei Hölzchen immer geigte.

Der gestiefelte Kater

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Es war einmal ein Müller, der hatte drei Söhne, seine Mühle, einen Esel und einen Kater; die Söhne mussten mahlen, der Esel Getreide holen und Mehl forttragen, die Katze dagegen die Mäuse wegfangen. Als der Müller starb, teilten sich die drei Söhne in die Erbschaft

Die Stopfnadel

Hans Christian Andersen, dänischer Dichter und Schriftsteller

Es war einmal eine Stopfnadel, die sich so fein dünkte, dass sie sich einbildete, eine Nähnadel zu sein.
„Seht nur darauf, dass ihr mich haltet!“, sagte die Stopfnadel zu den Fingern, die sie hervornahmen.

Vom Büblein, das sich nicht waschen wollte

Ludwig Bechstein, deutscher Schriftsteller, Bibliothekar, Archivar und Apotheker

Es ist einmal ein Büblein gewesen, das wollte sich schon als ganz kleines Kind immer nicht waschen lassen, und als es größer wurde, so hat sich’s vor dem Wasser über alle Maßen gegruselt und hat sich vor dem Nass werden ärger gefürchtet als vor dem Feuer.