Das Meerhäschen

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Es war einmal eine Königstochter, die hatte in ihrem Schloss hoch unter der Zinne einen Saal mit zwölf Fenstern, die gingen nach allen Himmelsgegenden, und wenn sie hinaufstieg und umherschaute, so konnte sie ihr ganzes Reich übersehen.

Die Kristallkugel

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Es war einmal eine Zauberin, die hatte drei Söhne, die sich brüderlich liebten: aber die Alte traute ihnen nicht und dachte, sie wollten ihr ihre Macht rauben. Da verwandelte sie den ältesten in einen Adler, der musste auf einem Felsengebirge hausen.

Die Gänsehirtin am Brunnen

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Es war einmal ein steinaltes Mütterchen, das lebte mit seiner Herde Gänse in einer Einöde zwischen Bergen und hatte da ein kleines Haus. Die Einöde war von einem großen Wald umgeben und jeden Morgen nahm die Alte ihre Krücke und wackelte in den Wald.

Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Ein Vater hatte zwei Söhne, davon war der älteste klug und gescheit und wusste sich in alles wohl zu schicken. Der Jüngste aber war dumm, konnte nichts begreifen und lernen, und wenn ihn die Leute sahen, sprachen sie: »Mit dem wird der Vater noch seine Last haben.« Wenn nun etwas zu tun war, so musste es der Älteste allzeit ausrichten;

Fischer und seine Frau

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Es war einmal ein Fischer und seine Frau, die wohnten zusammen in einem alten Pott dicht an der See, und der Fischer ging alle Tage hin und angelte, und er angelte und angelte. So saß er auch einmal mit seiner Angel und schaute immer in das klare Wasser hinein und er saß und saß.