Der gestiefelte Kater

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Es war einmal ein Müller, der hatte drei Söhne, seine Mühle, einen Esel und einen Kater; die Söhne mussten mahlen, der Esel Getreide holen und Mehl forttragen, die Katze dagegen die Mäuse wegfangen. Als der Müller starb, teilten sich die drei Söhne in die Erbschaft

Die Rabe

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Es war einmal eine Königin, die hatte ein Töchterchen, das war noch klein und musste noch auf dem Arm getragen werden. Zu einer Zeit war das Kind unartig, und die Mutter mochte sagen, was sie wollte, es hielt nicht Ruhe.

Der alte Sultan

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Es hatte ein Bauer einen treuen Hund, der Sultan hieß, der war alt geworden, und hatte alle Zähne verloren, sodass er nichts mehr fest packen konnte. Zu einer Zeit stand der Bauer mit seiner Frau vor der Haustür und sprach: »Den alten Sultan schieß ich morgen tot, der ist zu nichts mehr nütze.«

Die zwölf Brüder

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Es war einmal ein König und eine Königin, die lebten in Frieden miteinander und hatten zwölf Kinder, das waren aber lauter Buben. Nun sprach der König zu seiner Frau: »Wenn das dreizehnte Kind, was du zur Welt bringst, ein Mädchen ist, so sollen die zwölf Buben sterben …«

Das Meerhäschen

Brüder Grimm, deutsche Sprachwissenschaftler und Volkskundler

Es war einmal eine Königstochter, die hatte in ihrem Schloss hoch unter der Zinne einen Saal mit zwölf Fenstern, die gingen nach allen Himmelsgegenden, und wenn sie hinaufstieg und umherschaute, so konnte sie ihr ganzes Reich übersehen.